«NEST» - wo Forschung, Innovation und Wirtschaft zusammenwachsen

Publiziert von Reto Largo on 31.01.2019 11:40:39

Die Wettbewerbsfähigkeit eines rohstoffarmen Hochtechnologielandes wie der Schweiz hängt in erster Linie von dessen Innovationskraft ab. Hierfür leistet die Innovationsplattform NEST der Empa einen wegweisenden Beitrag für einen nachhaltigen Markterfolg Schweizer Unternehmen.

Das topmoderne NEST-Gebäude in Dübendorf/ZH

Wie kann die Schweiz ihre Innovationskraft auf den anspruchsvollen Bausektor transferieren? Die Innovationsplattform für den Bau- und Energiebereich «NEST» der Empa in Dübendorf (ZH) fördert gemeinsam mit akademischen und wirtschaftlichen Partnern in einem neuartigen Modell die Marktfähigkeit von innovativen Lösungen und damit das Zusammenwachsen interprofessioneller Kompetenzen. Ein zukunftsfähiger Wettbewerbsvorteil für Schweizer Unternehmen.

Reto Largo, Geschäftsführer NEST, erläutert den Aufholbedarf an nachhaltiger Innovationskraft im Baubereich und die Herausforderungen, mit welchen die Praxis dabei konfrontiert wird.

NEST – Gemeinsam an der Zukunft bauen

Die Wettbewerbsfähigkeit eines rohstoffarmen, hochtechnologisierten Landes wie der Schweiz hängt in erster Linie von dessen Innovationskraft ab. Zur Sicherung unseres Wohlstands ist es notwendig, Forschungsergebnisse aus den Labors der Hochschulen und Forschungsinstitutionen konsequent und rasch in die Schweizer Unternehmen zu transferieren und ihnen dadurch zu einem Wettbewerbsvorteil und einem nachhaltigen Markterfolg zu verhelfen.

Im NEST der EMPA wird die Kraft der Forschung und Innovation im Schweizer Bau- und Energiebereich gebündelt und nutzbar gemacht

Trägheit des Bausektors überwinden

Gerade der Bausektor ist aus Innovationssicht äusserst anspruchsvoll. Obwohl drängende Herausforderungen wie die neue Energiepolitik, der Klimawandel und das Bevölkerungswachstum nach Innovationen im Baubereich verlangen, ist die Realität eine ganz andere. Neue Lösungen, die sich im Labor als sehr viel versprechend präsentieren, werden nur zögerlich oder gar nicht zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt. Gründe dafür sind zum einen die Risikoaversion von Planern, Ausführenden und Bauherren und zum anderen die Kleinteiligkeit der Baubranche mit nur wenigen Firmen, die über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung verfügen.

Risiken eingehen erwünscht 

Mit NEST, dem Demonstrationsprojekt für den Bau- und Energiebereich, haben die Empa und die Eawag eine offene Plattform geschaffen, auf der Partner aus Forschung und Wirtschaft gemeinsam unter realistischen Bedingungen neue Lösungen testen, hochskalieren und auf deren Alltagstauglichkeit hin evaluieren können. Damit wird der Innovationsprozess signifikant beschleunigt und gleichzeitig das Risiko für alle Beteiligten reduziert. Das modulare NEST-Gebäude mit einem fixen Kern erlaubt auf seinen auskragenden Plattformen den Einschub so genannter Units – kleinen Bauvorhaben mit Büro- oder Wohnnutzung und thematisch unterschiedlichen Schwerpunkten. In diesen Einschüben wird gearbeitet und mit dort verbauten neuen Materialien, Technologien, Komponenten und Systemen im Alltag gewohnt und gelebt – und gleichzeitig sind es belebte Versuchslabors. In diesen Units im NEST arbeiten nationale und internationale Forscherteams aus Universitäten und Fachhochschulen, Architekturbüros und innovative Firmen aus der Baubranche zusammen.

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Über 100 Partner aus Forschung, Wirtschaft und der öffentlichen Hand

Aktuell sind mehr als 100 Partner aktiv im NEST, welche, unabhängig vom Engagement, alle von einem umfassenden und wertvollen Netzwerk profitieren. Sie sind Teil eines Ökosystems, in dem Bauinnovationen im Zentrum stehen und in dem akademische und industrielle Partner in einem neuartigen Modell kooperieren können. Die NEST-Innovationsobjekte werden von den Markt-Opportunitäten der Wirtschaftspartner und den Forschungsfragen der Forschungspartner definiert. NEST bringt diese Partner zusammen und bietet eine offene Plattform, um schneller in den Markt zu kommen. NEST ist offen für neue Ideen und Partnerschaften.

Reger Wissenstransfer im NEST

Empa – the place where innovation starts

Die Empa führt NEST als Leading House. Wissens- und Technologietransfer auf verschiedenen Ebenen, das ist das Ziel der Empa. Die Schweiz steht international gut da. Laut dem aktuellen Global Innovation Index liegt die Schweiz im Bereich Innovation weltweit sogar an der Spitze, und dies bereits seit einigen Jahren. Im Baubereich gibt es aber Aufholbedarf. Mit NEST wird die Forschungs- und Innovationskraft der Schweiz im Baubereich substantiell unterstützt.
Seit der Eröffnung im Jahr 2016 kommen rund 1‘000 Besucherinnen und Besucher pro Monat ins NEST, um die neuen Technologien und Konzepte zu besichtigen und zu erfahren. Über 80 Prozent der Besucher sind Bauherren, Architekten, Planer und weitere Experten aus dem Bau- und Energiebereich.

Reto Largo, Geschäftsführer NESTReto Largo studierte Informatik an der ETH Zürich und absolvierte einen Executive MBA-Studiengang an der Hochschule St. Gallen. Er verfügt über breite Erfahrung in der Technologieentwicklung und im Verkauf, hat eigene Firmen gegründet und grössere Organisationen und Grossprojekte im nationalen und internationalen Umfeld geleitet. Seit Juni 2014 ist Reto Largo als Geschäftsführer der Forschungs- und Innovationsplattform NEST an der Empa tätig.


Kontakt:

NEST – Empa
Reto Largo
Geschäftsführer NEST
Überlandstrasse 129
8600 Dübendorf
www.empa.ch/web/nest/aboutnest

Tel: 058 765 65 63
E-Mail: reto.largo@empa.ch

Copyright Bilder: Zooey Braun - Roman Keller - Empa

Topics: Architektur, Zusammen wachsen, Modular

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