​Mit dem «Lego-Prinzip» zu nachhaltiger Stadtplanung

Mit modernen Modulbauten hat sich die Blumer-Lehmann AG einem Trend unserer Zeit verschrieben: schnell, temporär und flexibel. Die Konzepte sind genau richtig, wenn rasche, kostengünstige und nachhaltige Raumlösungen im Bereich Bildung, Sport, Büro, Banken oder Verkauf gefragt sind. Eine Herausforderung stellt dabei die rasante Entwicklung im städtischen Raum dar. Planen und Bereitstellen von genügend Schulraum bei gleichzeitig steigendem Termin- und Kostendruck ist eine davon, das gelingt mit den «Züri Modular Pavillons».

 

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Markus Mann, Projektleiter bei Blumer-Lehmann im Interview mit Tina Cecconi-Cavka, Leiterin Marketing MAKK AG

Makk: Raum ist knapp, Termin- und Kostendruck in Architektur und Stadtplanung sind gross. Die Lösung sind flexible, temporäre Bauten. Blumer-Lehmann ist im Bereich Modulbau einer der führenden Anbieter in der Schweiz. Wo sehen Sie die grossen Herausforderungen für Ihr Unternehmen?

Markus Mann: Neben der stetigen Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse ist auch die Digitalisierung ein grosses Thema im Bauwesen. Das Schlagwort BIM -Building Information Modeling ist bereits in aller Munde. Mit dieser neuartigen Planungsmethodik eröffnen sich spannende Möglichkeiten. Nun geht es darum, die digitalen Prozesse so zu gestalten, dass wir fit für die Zukunft sind.


Die Stadt Zürich lässt die sogenannten «Züri Modular Pavillons» momentan durch Sie erstellen. Das sind zwei- und dreistöckige Einheiten. Die MAKK liefert dazu die Garderoben und Sitzbänke. Wieso passen die Produkte von MAKK in das Projekt?

Genau wie unsere Module sind die MAKK-Produkte bausteinartig einsetzbar und weisen daher in der Gestaltung der Räume eine grosse Flexibilität aus, bei gleichzeitig sehr hoher Funktionalität und Qualität.


Die von Ihnen eingesetzten MAKK Produkte entsprechen in Flexibilität, Qualität und Design den wichtigsten Merkmalen der modernen Modulbauten von Blumer-Lehmann. Wie würden Sie persönlich die Zusammenarbeit mit der MAKK AG beschreiben?

Ich empfinde die Zusammenarbeit als sehr angenehm und reibungslos.

Sie wenden das «Lego-Prinzip» auf das gesamte Spektrum der Bildungs-Infrastruktur an. Wie sind die Rückmeldungen der Nutzer d. h. von Lehrpersonen und Schülern und wie nimmt die Zürcher Bevölkerung die Modulbauten an?

Die Schüler und Lehrpersonen schätzen das angenehme Raumklima, das Holzmodulbauten bieten. Die Gestaltung und Einrichtung der modularen Raumzellen ist sehr flexibel. Optionen wie Zusatzräume, z. B. Küchen, Handarbeitsräume etc. lösen wir gemäss den Bedürfnissen der Kunden. Die Raumeinteilungen sind sinnvoll und praktisch, und auch das äussere Erscheinungsbild überzeugt die Nutzer. Zudem profitieren wir bei temporären Bauten von verkürzten Bewilligungsverfahren. Dies führt zu schnelleren Reaktions- und Realisationszeit, was allen Beteiligten zu Gute kommt. Baulärm kann so massiv eingeschränkt und Raumknappheit effizient behoben werden. Grundsätzlich erhalten wir ein sehr positives Feedback.

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Worin unterscheiden sich die Anforderungen bei Projekten bezüglich Bildungs-Infrastruktur im Vergleich Stadt-Land und im internationalen Vergleich?

Das ist sehr individuell und kann nicht generell beantwortet werden. Im urbanen Kontext werden vielleicht höhere Anforderungen an die Tagesbetreuung gestellt.


Von welchen persönlichen Eigenschaften können Sie als Projektleiter bei Blumer-Lehmann profitieren?

Ich bleibe auch in hektischen Situationen ruhig und versuche, immer einen kühlen Kopf zu bewahren.


Ihr Job bringt hohes Stresspotenzial mit sich. Welches Erholungs-Prinzip verfolgen Sie privat?

Ausgleich durch Familie und Sport.

Was sind Ihre liebsten Lego-Erinnerungen aus Ihrer Kindheit?

Ich habe eher mit Bauklötzen aus Holz gespielt (lacht).

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Blumer-Lehmann hat sich international mit ihren Free Form-Bauten einen Namen geschaffen und arbeitet u. a. mit dem japanischen Star-Architekten Shigeru Ban zusammen. Wie beeinflusst eine solche Zusammenarbeit Projekte wie die «Züri Modular Pavillons»?

Grundsätzlich wird jedes Projekt von den jeweiligen Spezialisten separat in einem definierten Team bearbeitet. Die gemachten Erfahrungen werden intern gesammelt und ausgetauscht. Das bereichert uns als Unternehmung und Organisation grundsätzlich und wir lernen aus den verschiedenen Projekten.

Wie organisieren sich die verschiedenen Projektteams?

Pro Projekt wird, nach Abschluss des Verkaufs, ein verantwortlicher Projektleiter bestimmt. Er ist Hauptansprechpartner zum Kunden und koordiniert sein Team gegen Innen. Damit die Produktion alle Projekte auf dem Radar hat, findet übergeordnet eine Koordination zwischen dem Verantwortlichen aller Projektleiter und dem Produktionsleiter statt.


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Erzählen Sie uns von geplanten nationalen und auch internationalen Projekten.

Hier über alle laufenden Projekte zu berichten würde den Rahmen sprengen. Aktuell sind es über 80 grössere und kleinere Projekte, die in einer Form bei uns bearbeitet werden. Im Bereich Modulbau ist sicher die soeben eröffnete Kantonsschule in Uetikon am See (ZH) zu erwähnen. Und gerade entsteht wieder ein spektakulärer Bau in Südkorea. Die von uns gebaute Moschee in Cambridge (UK) sollte ebenfalls bald eröffnet werden.


Ihre Vision für Blumer-Lehmann?

 Dass wir auch zukünftig führend sind auf dem Schweizer und weltweiten Markt.  Wir sehen unsere Zukunft stark in der Produktion von Bauteilen, Elementen und Modulen. Und ich wünsche mir, dass wir viele tolle und engagierte Leute für unseren Betrieb gewinnen können.


Copyright Bilder: Blumer-Lehmann
Interview: Tina Cecconi-Cavka, Leiterin Marketing MAKK AG

 

Zukunftsfähige Lösungen aus Metall

 

Topics: Garderobensysteme, Modular


Blog verfasst von Albert Keel
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