Marcel Wick: Step by step die Krone holen

Fast 13 Jahre lang war Eishockey-Legende Marcel Wick Geschäftsführer der 6000 Plätze fassenden Bodensee-Arena in Kreuzlingen. Durch sein äusserst engagiertes Wirken hat er die Eishockey- und Event-Arena zu dem gemacht, was sie heute ist. Davor prägte Eishockey sein Leben: Als Profi absolvierte er 641 Spiele in der Nationalliga A beim EHC Kloten und 57 Länderspiele mit der Schweizer Nationalmannschaft. Marcel Wick, ein Urgestein des Schweizer Eishockeys, über Freundschaften, Teamgeist und Erfolg. Und, wie ihn die emotionalen Momente in der Spielergarderobe  geprägt haben. 

MAKK:  Bevor wir gleich zum Persönlichen kommen: MAKK durfte 2017 die neuen Garderoben für die Bodensee-Arena liefern. Gab es besondere Anforderungen, die  berücksichtigt werden mussten?  Was war Ihnen wichtig?

Marcel Wick: Wir wollten eine mobile Garderobe haben.  Sie sollte auf Rollen stehen, so dass der Raum blitzschnell innert 10 Minuten geräumt werden kann für eine andere Nutzung.  Und er sollte speditiv gereinigt werden können.  Denn Zeit ist Geld. Ausserdem sollte es ein Produkt sein, das über Jahre hält und das erst noch ein superschönes Design hat. Mit den Lösungen von MAKK konnte ich das Optimale für die Bodensee-Arena  herausholen. Wir sind sehr zufrieden.

MAKK: Sie haben durch Ihr Wirken die Bodensee-Arena aus den roten Zahlen geführt und zu dem gemacht, was sie heute ist: ein florierender Veranstaltungsort, in dem bis vor Kurzem unter anderem grosse Sendungen des Schweizer Fernsehens stattfanden. Wie haben Sie das geschafft?

Marcel Wick: Primär habe ich in meinem Leben viele Freunde gefunden. Diese kann ich jederzeit anrufen, wenn ich irgendwas brauche oder eine Idee habe. Das gleiche gilt natürlich umgekehrt auch für meine Freunde. Ein Freund vom TV, den ich wieder mal getroffen hatte, sage zu mir: „Du, ich brauche eine Halle.“ Ich sagte: „Ich habe eine Halle.“ So ist das ganze ins Rollen gekommen.

MAKK: Welche Erfahrungen aus Ihrer Eishockey-Karriere waren Ihnen dabei nützlich?

Marcel Wick: Ich betreibe kein Netzwerk. Ich suche Freunde, auf die ich mich stützen und verlassen kann. Aus meiner Hockey-Karriere konnte ich die Teamerfahrung mitnehmen. Wenn das Team funktioniert, kann man verdammt viel erreichen.

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MAKK: Worauf sind Sie stolz, wenn Sie auf Ihre Zeit als Geschäftsführer der Bodensee-Arena zurückblicken?

Marcel Wick: Natürlich bin ich stolz darauf, dass die Bodensee-Arena in der ganzen Schweiz ein Begriff geworden ist. Ich hoffe das bleibt so.

MAKK: Sie haben es geschafft, nach einer langen Profisportler-Karriere im Geschäftsleben erfolgreich etwas Neues aufzubauen. Ihr Sohn Roman Wick ist heute Stürmer beim ZSC. Was raten Sie ihm für die Zeit nach dem Spitzensport?

Marcel Wick: Das ist nicht ganz einfach. Ich hatte damals Zeit, um neben dem Eishockey noch zu arbeiten und andere Erfahrungen zu sammeln. Wir bestritten etwa 30 Spiele in der ganzen Saison. Heute haben sie allein schon in der Vorbereitung 30 Spiele.  Natürlich spreche ich oft mit Roman darüber. Ich bin überzeugt, dass er sicher auch mal ein guter Geschäftsmann wird. Er hat grosses Interesse an meiner Arbeit und ist ein genialer Musiker. Also…. wir werden sehen. Oder hören.

"Ich betreibe kein Netzwerk. Ich suche Freunde, auf die ich mich stützen und verlassen kann. Aus meiner Hockey-Karriere konnte ich die Teamerfahrung mitnehmen. Wenn das Team funktioniert, kann man verdammt viel erreichen."

MAKK: Gibt es Parallelen zwischen dem Beruf als Mannschafts-Profisportler und der Tätigkeit als CEO?

Marcel Wick: Ich durfte bei Kloten über mehrere Jahre Captain sein.  Das ist eine grosse Verantwortung, die nicht einfach zu handhaben ist. Man muss die Mannschaft repräsentieren, aber darf sich selbst auch nicht vergessen. Man spricht im Namen der Mannschaft. Das ist als CEO eigentlich auch so. Damit man aber auch glaubhaft rüberkommt, muss man sein Team oder seine Mitarbeitenden sehr gut kennen.

MAKK: Im Mannschaftssport geht es in den Spielergarderoben oft sehr emotional zu und her. Siege und Niederlagen gehen an Herz und Nieren. Gibt es eine Garderoben-Anekdote aus Ihrer aktiven Zeit, die Sie mit uns teilen möchten?

Marcel Wick: Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Aber das möchten sicher nicht alle Beteiligten gedruckt sehen. Was ich aber sagen kann: Das Leben in der Garderobe hat mich geprägt. Man feiert Siege und auch Niederlagen miteinander. Man macht sich gegenseitig harte Vorwürfe und auch Anschuldigungen. Das wird dann in der Garderobe bis zum Ende diskutiert. Wenn mir etwas nicht passt, sage ich es geradeheraus. Egal ob er oder sie ein weisses Hemd mit Krawatte anhat oder eben eine Eishockey-Ausrüstung. Der Tonfall darf ruhig ein bisschen härter sein. Aber… ich kann auch Kritik einstecken und eigene Fehler zugestehen. Man sitzt einfach zusammen, bis man das Problem für alle gelöst hat. Das habe ich auch mit meinem Team gemacht und das Team mit mir. Wir sind alle immer stärker aus solchen Gesprächen herausgegangen.

Bild Bodensee-Arena aussen_600

MAKK:
Ihr Berufsleben ist von grossen Siegen und Erfolg gekrönt. Welches ist Ihr Schlüssel zum Erfolg?

Marcel Wick: Nicht gleich die Krone oder den Pokal holen wollen. Step by step und immer mit anderen Menschen Seilschaften bilden. Das führt früher oder später immer zum Erfolg.

MAKK: Per Ende Juli verlassen Sie die Bodensee-Arena nach 13 sehr erfolgreichen Jahren und übergeben den CEO Stab Ihrem Nachfolger, Nico Seiler. Verraten Sie uns, was Sie danach machen?

Marcel Wick: Ich habe 13 schöne Jahre am Bodensee erlebt. Jetzt zieht mich wieder nach Zürich., wo ich herkomme. Und mit Nico Seiler – auch ein Eishockeyspieler übrigens – ist ein sehr fähiger Mann am Ruder der Bodensee-Arena. Ich wünsche ihm viel Glück und Erfolg.
Ich werde noch einmal etwas ganz Neues anfangen: Zusammen mit ein paar Eishockey-Kollegen habe ich eine Firma gekauft, die Hauswartungen für Liegenschaften erledigt. Ich bin noch lange nicht müde und habe einfach eine neue Herausforderung gesucht. Alle Leute sprechen von Marketing und IT – ich probiere ich es mal ganz einfach mit Putzen!

MAKK: Unser Firmen-Motto lautet „Alles in Ordnung“. Wie wichtig ist Ordnung für Sie?

Marcel Wick: Der Eishockeyspieler ist nicht einer, der als erstes Gebot die Sauberkeit und die Ordnung braucht und trotzdem schätzen wir es unglaublich, wenn es Garderobenschränke gibt, die auf den Sport zugeschnitten sind. Eben… gemacht für Sportler!

Marcel Wick

Marcel Wick absolvierte als Eishockey Profi 641 Spiele in der Nationalliga A beim EHC Kloten und 57 Länderspiele mit der Schweizer Nationalmannschaft. Die letzten 13 Jahre war er erfolgreich als Geschäftsführer der Bodensee-Arena in Kreuzlingen tätig. 


Blog verfasst von Beate Kurth, 10.07.2019
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